Wohin du auch gehst, du nimmst dich selber mit!

Wohin du auch gehst, du nimmst dich selber mit!

Wenn du auf Reisen gehst, hast du Dich immer selber im Gepäck. All deine Ängste, Sorgen und Gedanken reisen jederzeit mit. In den Köpfen der Menschen sind manchmal zwei Gedanken, wenn ich erzähle, dass ich auf unbekannte Zeit reise. 

Du flüchtest vor deinem alten Leben.
Du bist auf der Suche.

Ich habe 2019 bewusst genutzt um „innerlich aufzuräumen“. Kennst du dieses tiefe Gefühl, etwas leben zu wollen, was du noch nicht siehst? Etwas in dir, tief in deinem Herzen will endlich ins Leben gebracht werden? Ich habe mich auf meine Lebensreise in viele verschiedene Länder begeben. Heute fühle ich, dass ich es schon immer wollte. Damals wollte ich immer aus dem Kindergarten flüchten, um zu schauen, was „draußen“ passiert. Nur lange Zeit hatte ich den Mut einfach nicht, um aufzubrechen. Erfahrungen in fernen Ländern sammeln, verschiedene Menschen in ihrer Tiefe begegnen und vom Leben selber lernen, erfüllen mich derzeit so sehr.
 

Das neue Mondjahr 2020 ist angebrochen.

Die Silvesterfeier ist vorüber. Für mich ist der Neujahrstag schon immer ein magischer Tag gewesen. Als ich Kind war, bin ich morgens raus in die Natur gegangen um die Stäbe der Raketen zu sammeln. Es war eine schöne Erfahrung. Die Raketen haben ein Stück des Himmels berührt. So habe ich als Kind gedacht. (Heute vermeide ich Silvesterknaller, um Natur und Tiere zu schützen).

Heute liebe ich es einen ausgiebigen Neujahrswalk zu unternehmen. Dieses Jahr habe ich das neue Jahr 2020 in Mitzpe Ramon (in der Wüste von Israel) begrüßt. Es war eine energiegeladene Feier mit viel Freude, ausgelassener Musik und getanzt wurde bis das Licht anging. Noch vor zwei Monaten, habe ich mir große Sorgen gemacht, wie mein Silvester wohl aussehen wird. Meine größte Angst war, irgendwo alleine zu sein. Heute schaue ich zurück und die Sorgen waren wie so oft unbegründet. Ich war umgeben von fröhlichen Menschen mit einem großen offenen Herzen. Auch habe ich mit vielen Menschen gesprochen, die alleine um Mitternacht in die Wüste gegangen sind, um das neue Jahr zu begrüßen. Es war unglaublich schön in die Augen der Menschen zu blicken. Ich konnte ein kleines Universum sehen. Sie waren aufgefüllt von der Stille und des Zaubers der Wüste.

Seit zwei Monaten bin ich nun auf unbekannte Zeit unterwegs und helfe Menschen mit meinem Coaching. Als ich Ende 2018 meinen sicheren Job gekündigt habe, dachte ich spätestens im März 2019 bin ich auf Weltreise. Doch so war es nicht… Heute weiß ich, dass ich diese Zeit der Innenschau und des Wachstums brauchte. Während des gesamten Jahres war ich immer in einer gewissen Energie der Ungeduld gefangen. Versagensängste kamen hoch. Warum schaffe ich es nicht den Mut aufzubringen und endlich den ersten One Way Flug zu buchen. Warum kann ich mich nicht für ein Land entscheiden. Die ganze Welt steht doch offen. Ich habe mich ständig mit diesen Fragen bombardiert und stand mir die ganze Zeit selbst im Weg.

Heute bin ich unglaublich dankbar für mein Transformationsjahr 2019. Ich durfte viel lernen, viele Schattenanteile integrieren, Ängste lösen und ein Umdenken fand tief in meinem Inneren statt. Warum erzähle ich dir das? Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es.

Du wirst es nie wissen können, bevor du es nicht ausprobierst.

An einem Punkt in unserem Leben müssen wir einfach springen und den nächsten Schritt wagen. Das Springen ins Unbekannte hört auch nicht auf! Es geht immer weiter. Wir dürfen uns immer wieder neu einlassen. Auf Situationen, Menschen und auf unsere Umwelt. Wir machen Erfahrungen, probieren aus und stellen fest – oh das fühlt sich gut an, oder eben nicht. Wichtig ist, dass wir es TUN. Denn niemand auf der Welt, kann es uns abnehmen. Wir müssen es. Ja und ich schreibe hier müssen.

Doch! Wenn wir uns in einer Situation wieder finden, die sich nicht mehr gut anfühlt, haben wir jederzeit die Macht, diese wieder zu verändern. Hier liegt es wieder an uns selbst, ob wir erneut den Mut aufbringen können.

Ich möchte gerne ein paar Punkte mit dir teilen, welche mir sehr geholfen haben.

Falls du es noch nicht praktizierst, beginne mit Atemübungen und Yoga. Während des Reisens bin ich fast immer außerhalb meiner Komfortzone. Manchmal ändern sich die Umstände jeden Tag. Es ist enorm wichtig, die innere Stabilität zu bauen. Rituale helfen hier sehr. Ich gehe nach dem Aufstehen immer zuerst an die frische Luft, trinke heißes Ingwerwasser und begrüße den neuen Morgen. Ich bedanke mich für den neuen Tag und verbinde mich mit dem Universum.

Du musst nicht alles alleine schaffen. Wenn ich schlechte Tage habe und die dunkle Energie in mir sehr groß ist, rufe ich meine Familie oder gute Freunde an. Es reicht manchmal nur ein Satz und ein innerer Schalter wird umgelegt.

Stelle deinen Beobachter an. Ich beobachte mich selber, meine Gedanken und Handlungen und frage mich, warum ich diesen Gedanken habe oder diese Handlung vollzogen habe. Wenn es mir nicht gefällt, dann gebe ich mir selber ein Versprechen, es beim nächsten Mal anders zu machen. Verurteilung hilft hier auf keinen Fall. So mache ich es auch, wenn ich in einer fremden Stadt bin, keine Ahnung wie es weiter gehen soll. Ich setze mich hin und beobachte Menschen. Das hilft mir sehr wieder zu mir zu finden um die nächsten Schritt zu unternehmen.

Lache über dich selbst und nehme dich nicht so ernst. Manchmal geben wir den Dingen eine zu starke Gewichtung. Doch sehen wir einen dunklen Moment mal in Relation zu unserem gesamten Leben. Dunkle Momente dürfen da sein, nur dürfen wir auch eigenständig wieder in helle Momente wechseln. Du alleine bestimmst, wie lange du in dunklen Momenten verbringen möchtest.

Jeder Tag ist es wert gelebt zu werden. Jeden Moment können wir zu einem magischen Moment werden lassen. Ich wünsche dir für das Jahr 2020 jeden Tag ein Lächeln auf deinem Gesicht. Bringe deine Augen zum Leuchten und sei bereit für das Leben in Fülle.

Mögen die Stürme in deinem Leben, dich höher und höher tragen, sodass du erkennst wie wundervoll du bist.

Alles Liebe für Dich
Deine Christin Aurora

Schreibe einen Kommentar